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Ökologische Soziologie

Herausgegeben von Andreas Bodenstedt und Andreas Nebelung
Schriftenreihe in 5 Bänden im Schuber, 65 Euro

Unsere natürlichen und kulturellen Lebenszusammenhänge werden mittels Gen- und Informationstechnologien konsequent zerbrochen und industrialisiert. Entsprechend wird die alltägliche Sprache formalisiert und von unserer kulturellen und natürlichen Wirklichkeit entkoppelt. Dieses Projekt will die Fähigkeit der Sprache zeigen, methodisch, begrifflich, empirisch, theoretisch und utopisch an geglückte Kultur-Natur-Verbindungen zu erinnern und solche zu stiften. Solche werden ökologisch genannt.

Das vorliegende Projekt transformiert Agrar-, Umwelt- und Kultursoziologie in eine Ökologische Soziologie. Damit liegt zum ersten Mal in deutscher Sprache eine zusammenhängende ökologische Konzeption vor. Sie richtet sich an alle thematisch Interessierten außerhalb und innerhalb der Hochschulen.


Band 1

Andreas Nebelung:
Zwischenräume.
Methode und Ästhetik einer ökologischen Soziologie

198 Seiten
10 Euro
ISBN 3-88349-474-7


Die methodische Verbindung von Kultur und Natur verlangt eine Dekonstruktion des System-Umwelt-Gegensatzes. Erst dann können ästhetische Erfahrungen uns neue Wege zur Umwelt als unserer Lebenswirklichkeit ermöglichen. Nur ihre wahrgenommene und empfundene Schönheit wird weitere Zerstörung verhindern. Ästhetisch erfahren wir Zwischenräume, die sonst kognitiv und normativ definitiv und dizipliniert verschlossen sind. Erst durch ästhetische Erfahrungen entsteht eine ökologische Kultur.


Band 2

Andreas Bodenstedt / Andreas Nebelung:
Grundbegriffe und Kontexte einer ökologischen Soziologie

186 Seiten
10 Euro
ISBN 3-88349-496-8


Eine begriffliche Verbindung von Kultur und Natur unterstellt und verlangt als zweites eine »geheime Verbindung« (Luhmann) von Sprache und Wirklichkeit. Eine ökologische Kultur benötigt als Basis eine sorgsame und empfindungsreiche Sprache. Denn wenn wir sprachlich nicht der Vielfalt und Schönheit unserer Lebenswirklichkeit entsprechen wollen, bleibt eine geglückte Kultur/Natur-Verbindung nur ein leeres Versprechen.


Band 3

Andreas Nebelung / Daniel Pick:
Der Rest ist Schweigen - Die Dinge und ihre Vernichtung.
Empirische Abfall-Studien hin zu einer ökologischen Kultur-/Naturtheorie

298 Seiten
15 Euro
ISBN 3-88349-497-6


Die empirische Entkoppelung von Kultur und Natur zeigt sich in der Vernichtung der Dinge als wertloser Müll oder unwerter Abfall. Die nihilistischen Entsorgungssysteme finden sich empirisch kulturübergreifend. Der Verschmutzung und Vergiftung der Allmenden entspricht ein zynisches Weitermachen, das durch normative Regulierungen (Werte, Moral, Gesetze ...) nicht kompensiert werden kann. Häßlichkeit und Schönheit, Vielfalt und Einfachheit werden zu Wegweisern hin zu einer ökologischen Kultur.


Band 4

Andreas Bodenstedt:
Agrar-Kultur-Soziologie

340 Seiten
20 Euro
ISBN 3-88349-498-4


Eine utopische Verbindung von Kultur und Natur zeigt sich in intakten Kulturlandschaften. So gesehen ist das Verschwinden und Vergessen der bäuerlichen Welt (mit den Menetekeln BSE, MKS ...) auch eine Zerstörung der komplementären Prinzipien der kulturellen Sorge und der natürlichen Fruchtbarkeit. Die industriellen Ersatzmedien: Informations- und Gentechnologie können keine ökologische Kultur begründen.


Band 5

Andreas Nebelung:
Ökologische Theorien.
Fünfzehn Vorlesungen zur Einführung:
Kritische Philosophie, Umweltsoziologie, Poetische Ausgänge

290 Seiten
15 Euro
ISBN 3-88349-499-2


Ökologische Theorien bedenken geglückte und zerstörte Kultur-Natur-Verbindungen. Sie suchen nach Verbindungen und Zwischenräume (Gärten, Landschaften, Allmenden), in denen Zeit, Raum und Sinnlichkeit sich fruchtbar entfalten. Neben kognitiv-soziologischen Kritiken werden vor allem normativ-ethische und phänomenologisch-ästhetische Entwürfe verständlich gemacht. Ihr Denken ist sorgendes Denken und ein sinnliches Bedenken der Bedingungen geglückter Kultur-Natur-Verbindungen.


Andreas Bodenstedt
Studium von Germanistik, Geschichte und Sozialwissenschaften. Vier Jahre Lektor für Deutsche Sprache in Bandung (Indonesien). Promotion in Soziologie. Von 1971 bis 1978 Direktor der »Forschungsstelle für internationale Agrarentwickleung« e.V. in Heidelberg. Von 1972 bis zur Emeritierung 1999 Professor für Agrarsoziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Von 1989 bis 1996 Präsident der »Europäischen Gesellschaft für Ländliche Soziologie« und der »International Rural Sociology Association«.

Andreas Nebelung
Studium der internationalen Agrarentwicklung in Berlin. Promotion und Habilitation am Lehrstuhl Agrarsoziologie in Gießen. 3-semestrige Lehrstuhlvertretung der Agrarsoziologie in Gießen. Er lehrt Agrar-, Umwelt- und Kultursoziologie an den Universitäten Gießen und Marburg.


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