Mark Arenhövel:
Transition und Konsolidierung in Spanien und Chile.
Strategien der Demokratisierung.
520 Seiten
EUR 41,00
ISBN 3-88349-463-1

Die in diesem Umfang unerwartete und noch andauernde weltweite Ausbreitung der Demokratie als fast konkurrenzlosem politischen System im ausgehenden 20. Jahrhundert, die Mitte der siebziger Jahre in Süd-West-Europa in Portugal begann und über Südamerika und Asien gegen Ende der achtziger Jahre Osteuropa und die Sowietunion erreichte, stellt ein erklärungsbedürftiges Phänomen dar.
Die vorliegende Arbeit vergleicht historisch-genetisch die Demokratisierungsverläufe in Spanien und Chile, um Antworten auf die Schlüsselfragen zu finden, die sich in allen Transitionsprozessen aus autoriturer Herrschaft stellen: Wodurch erlangen demokratische politische Systeme Stabilität, oder lassen sich Stabilitätsaussagen nur ex post machen? Welches sind die Strukturen, die situationsbedingten Kontexte (Transitionsfenster) und Bedingungen, welche Demokratisierungsprozesse positiv beeinflussen und welche Handlungsspielräume stehen den Akteuren zu Gebote? Worin besteht das normative Fundament demokratischer Gemeinwesen und wie läßt es sich begründen? Wie sind die Zukunftsaussichten demokratischer Staaten oder gar »der Demokratie« zu bewerten und worin bestehen die Chancen, demokratische Systeme auch in wirtschaftlichen Krisensituationen zu festigen bzw. ihre Konsolidierung voranzutreiben? Welche Rolle kommt den zivilgesellschaftlichen Akteuren im Verlauf der Institutionalisierung der Demokratie zu?
Indem die Demokratisierungsprozesse in Spanien und Chile im Lichte einer normativ orientierten Demokratietheorie analysiert werden, eröffnen die Ergebnisse auch die Möglichkeit, das real existierende Modell der liberalen Demokratie zu kritisieren und Wege einer Demokratisierung der Demokratie anzudeuten.
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